Am 25. April 2026 reiste das Frauenteam der Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommern (KGJMV) zum zweiten Kampftag der Saison in der 1. Judo-Bundesliga nach Stade. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre – einer knappen Niederlage (6:8) und einem Unentschieden (7:7) – war die Zielsetzung klar: diesmal sollte ein Sieg her.
Nach dem historischen Auftakterfolg beim Heimkampftag in Wolgast gegen die Berliner Kampfgemeinschaft (8:6) – zugleich der erste Sieg in der noch jungen Vereinsgeschichte des Frauenteams – ging die KGJMV hochmotiviert in die Begegnung.
Die Begegnung versprach Spannung, da Stade auf zwei internationale Top-Athletinnen aus Polen zurückgreifen konnte: Natalia Stoklosa (-48 kg) und Agata Szafran (-63 kg).
Starke Hinrunde legt den Grundstein
In der Hinrunde zeigte die KGJMV eine geschlossene Mannschaftsleistung und setzte sich mit 4:3 durch. Die Punkte holten Jara Prestin (-70 kg), Yasmin Fabich (+78 kg), Theresa Sohst (-57 kg) und Maja Hiob (-52 kg).
Besonders bemerkenswert war der Sieg von Yasmin Fabich, die ihre deutlich größere und schwerere Gegnerin mit einem sehenswerten Ippon bezwang.
Für Spannung sorgte zudem die Begegnung in der Gewichtsklasse bis 63 kg zwischen Angelina Seibelt und Agata Szafran. Der Kampf wurde erst im Golden Score entschieden – durch einen Yuko zugunsten der Polin.
Überzeugende Rückrunde sichert Gesamtsieg
In der Rückrunde ließ die KGJMV nichts mehr anbrennen und baute ihre Führung weiter aus. Die Punkte zum verdienten 9:5-Endstand holten Carina Märtens (-70 kg), Angelina Seibelt (-63 kg), Theresa Sohst (-57 kg), Lotta Kruse (-52 kg) sowie erneut Jara Prestin (-78 kg).
Besonders hervorzuheben sind Angelina Seibelt, die sich im Rückkampf gegen Agata Szafran durchsetzen konnte, sowie die beiden Doppelsiegerinnen Theresa Sohst und Jara Prestin.
Ein besonderes Augenmerk galt auch der erst 16-jährigen Phoebe Luise Blum aus Neubrandenburg. Die Nachwuchsathletin stand erstmals im Bundesligakader und zeigte gegen eine international erfahrene Gegnerin in der Gewichtsklasse bis 48 kg eine starke Leistung und großes Potenzial.
Teamgeist als Erfolgsfaktor
Neben den sportlichen Leistungen überzeugte die KGJMV erneut durch ihren außergewöhnlichen Teamzusammenhalt und eine hervorragende Stimmung innerhalb der Mannschaft. Der erfolgreiche Kampftag fand in geselliger Runde beim gemeinsamen Essen einen gelungenen Abschluss, bevor die Heimreise angetreten wurde.
Mit dem Auswärtssieg übernimmt die KGJMV vorzeitig die Tabellenspitze in der Gruppe Nordost der 1. Judo-Bundesliga.
Ausblick
Der nächste Kampftag steht bereits fest: Am 9. Mai 2026 empfängt die KGJMV in Schwerin die JG Sachsenwald zum Heimkampftag. Dort soll die Erfolgsserie weiter ausgebaut werden.“
Text: Luisa Tischler
Bild: Katja Nixdorf
