Am 16.01.2021 folgten insgesamt 29 Kampfrichter und Kampfrichterinnen sowie einige interessierte Trainer unseres Landes der Einladung der Kampfrichterkommission zum diesjährigen Landeskampfrichterlehrgang, der pandemiebedingt online stattfand. Zunächst lauschten alle gespannt den Ausführungen der Kampfrichterkommission zu den Änderungen der Kampfregeln für den Olympiazyklus 2021–2024.

Die wichtigsten Neuerungen sind auf der DJB-Webseite veröffentlicht.
Ebenso empfohlen sei der YouTube-Kanal der IJF.

Virtuell betraten dann alle die Matte und schlüpften in die Rolle eines IJF-Kampfrichters bei internationalen Turnieren: Per Smartphone-Abstimmung galt es verschiedene Kampfszenen zu entscheiden. Thematisch deckten die zu bewertenden Videosequenzen Probleme der Neuregelungen und „Dauerbrenner“, wie z. B. die Kriterien für das Ansagen einer Osae-komi und den „richtigen“ Zeitpunkt für eine Unterbrechung des Kampfes ab. Die vielfältigen Situationen schulten den Blick der Teilnehmenden und ließen bei allen die Hoffnung aufkeimen, nach langer pandemiebedingter Wettkampfpause die Faszination unseres Judosports bald wieder „live“ auf der Matte erleben zu können. Schließlich bot das Seminar Raum für Diskussionen zu den Neuregelungen, einem Rückblick und Fazit zum vergangenen Jahr sowie einem Ausblick auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.

Zufrieden und mit großem Dank an die Teilnehmenden resümierten Claudia, Hannes, Felix, Marc und Sebastian, dass der Lehrgang ein voller Erfolg gewesen sei und als Vorlage für künftige Fortbildungen genutzt werden könne. Demnächst soll es in regelmäßigen Abständen weitere und für alle Interessierte offene Videomeetings geben. Der Anfang ist gemacht.

Auf ins Judojahr 2022 – Hajime!

 

Text: M. Reinhardt, S. Knop